Nur durch Zufall entdeckte ich in der Hauptstraße von Viñales ein Schild, auf dem die „Viñales Tour“ angezeigt und auch die Abfahrtszeiten angegeben waren.
Ich fragte die Verkäuferin des daneben stehenden Souvenirladen danach und sie riet mir, gleich den ersten Bus um 09:55 zu nehmen, da wären kaum noch Leute und ich könnte den Tag voll ausnützen.
Gesagt, getan. Der Bus war überpünktlich und das, was hier für 5 CUC geboten wurde, wirklich toll.
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| Eingang zur Indianerhöhle |
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| Beeindruckend: Im Inneren der Höhle |
Als erstes machte ich bei der Cueva del Indio, also der Indianerhöhle einen Stopp. Die Höhle war um 5 CUC (inklusive einer kleinen Bootsfahrt auf dem unterirdischen See) zu besichtigen, auch das war seinen Preis wert (für kubanische Touristen – mit Ausweis – kostet es zwar nur 5 CUP, also etwa ein 25stel des Preises, aber die Durchschnittslöhne hier liegen ja auch nur bei etwa 30€ im Monat, also ist Neid nicht gerechtfertigt…)
Bis der Bus nach 90 Minuten wieder vorbei kam, war noch Zeit für eine kühle Erfrischung in einem sehr schönen Lokal mitten im Grünen, dann ging es zu einer weiteren Höhle, in der angeblich einst Sklaven Zuflucht gesucht hatten, doch noch eine Höhle musste ich nicht haben und ich wollte auch nicht so lange auf den Bus warten.
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| Gar nicht alt: „Mural de la Prehistoria“ |
So blieb ich sitzen und fuhr weiter bis zu einem Hotel mit einem bekannten Aussichtspunkt (mirador). Der Buslenker gab uns 10 Minuten, um Aufnahmen zu machen, was völlig ausreichend war, das Gleiche bei den angeblich prähistorischen, aber eigentlich ziemlich neu aussehenden Wandmalereien.
Später erfuhr ich, dass das riesige Gemälde tatsächlich erst 1961 von Leovigildo González Morillo, einem mexikanischen Künstler, auf den Kalkfelsen gemalt wurde und da die Farben in der Regenzeit verblassen, regelmäßig aufgefrischt wird.
Ich hatte auch von einem See gehört, der sich in der Nähe der Hotelanlage „Las Ermitas“ befinden sollte und fuhr also eine zweite Runde mit. See sah ich dort keinen, nur einen wunderschönen – und menschenleeren – Pool. Ich fragte den Sicherheitsbeamten am Eingang der Anlage, ob es drinnen eine Bar gäbe. Er bejahte und ließ mich, offensichtlich froh über jeden Gast in dem fast ausgestorbenen Hotel, hinein.
So bestellte ich mir eine Tasse Kaffee und setzte mich damit auf die schöne, schattig begrünte Terrasse. Auch von hier aus hatte ich eine herrliche Aussicht auf das grüne Tal und die es umgebenden Berge.
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| Blick auf das wunderschöne Vinales-Tal |
Nach einiger Zeit wurde mir langweilig und ich entschied mich, von hier aus zu Fuß zurück nach Viñales zu wandern. Es war nicht allzu heiß und der Weg verlief bergab durch eine wunderschöne Landschaft.
Zurück im Ort Viñales bekam ich Hunger und beschloss einen „Arroz a la Cubana“, also Reis auf kubanische Art zu probieren. Die Zutaten stimmten zwar, aber das will nicht viel heißen und einen echten, leckeren Reis mit Spiegelei, Tomatensauce und frittierten Bananenstücken bekam ich dann erst in einem kanadischen Restaurant in Trinidad.








