Trinidad – Varadero mit dem "Colectivo"

Kubanisches Bier: Bucanero war mein eindeutiger Favorit
Die Nacht im Haus von Nilia verlief einigermaßen gut, nicht zuletzt, weil ich mir am Abend noch ein starkes Bucanero aus ihrem Kühlschrank holte und nachdem ich es ausgetrunken hatte, sehr gut schlief.
Sonnenaufgang auf Nilias Terrasse in Trinidad
Zum Frühstück bestellte mich mir einen schwarzen Kaffee und ein paar Scheiben getoastetes Weißbrot und dann ging es auch schon los. Der Chauffeur war überpünktlich, wir holten noch die drei anderen Passagiere – zwei junge deutsche Backpackerinnen und einen englisch sprechenden Mann undefinierbarer Herkunft – aus ihren Casas ab und verließen in einem 25 – 30 Jahre alten Peugeot die Stadt Richtung Varadero.
Taxi colectivo
Während des Fahrens telefonieren, SMS schreiben und schnell abzubremsen, um mit vorbeikommenden Leuten irgendwelche Geschäfte abzuschließen, das alles war für den Fahrer, der etwa im Alter seines Taxis war, kein Problem. Rote Ampeln ebenfalls nicht, denn die ließen ihn kalt und auch eine Polizeikontrolle bestand er mit Schmäh und Bravour.
Getankt wurde, nachdem er ganz plötzlich von der Straße auf einen Feldweg abgebogen war, irgendwo in der Wildnis, der Treibstoff mit einem riesigen Trichter direkt aus dem Fass ins Auto angefüllt.
Tankstelle mitten im Dschungel
Dann ging es auch schon weiter und da er nicht genau wusste, wo sich die Casa befand, zu der 2 der Mitfahrerinnen wollten, rief er, natürlich während des Fahrens, den Vermieter, einen gewissen Jesus an und ließ sich den Weg genau erklären.
Für die etwa 300 km von Trinidad bis zum Haus von Jesus kurz vor Varadero benötigten wir etwa 3 Stunden. Jesus stand schon an der vereinbarten Straßenkreuzung, und fast beneidete ich die beiden jungen Deutschen ein bisschen, denn der gute Mann sah aus wie der Star einer lateinamerikanischen Telenovela…
Hotel Starfish Cuatro Palmas
Ein paar Minuten später hielten wir auch schon vor meinem Hotel, dem wunderschönen Starfish Cuatro Palmas. Ich gab dem Fahrer die vereinbarten 30 CUC und dankte insgeheim dem Himmel dafür, dass ich die Fahrt heil überstanden hatte.
Mein heißgeliebter Sonnenhut blieb in der Eile unter dem Sitz im Auto liegen, aber das war wohl der Preis dafür…

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