Heute geht es also endlich nach Peru. Da es von Wien aus keinen Direktflug gibt, muss ich in Paris umsteigen und habe dafür nur eine knappe Stunde Zeit. Das macht mich schon seit Wochen ziemlich nervös.
Dass Fliegen durch den harten Konkurrenzkampf von Jahr zu Jahr mühsamer wird und man heutzutage praktisch alles selbst machen muss, ist zur Genüge bekannt. Und ich rede jetzt nicht von den immer engeren Sitzabständen im Flieger, sondern auch vom gesamten Ablauf vor dem Abflug.
Zum ersten Mal bei diesem Kooperationsflug von Austrian mit Air France, gab es keine Möglichkeit mehr, am Vortag den Sitzplatz kostenlos auszuwählen, sondern es wurde mir – trotz zahlreicher freier Fensterplätze ein Mittelsitz zugewiesen. Das hatte ich zuvor nur einmal erlebt, und zwar beim Billigflieger Condor, aber Austrian…?
Bordkarten kann man als Economy Passagier hier in Wien auch nur mehr selbst ausdrucken, seit diesem Sommer gilt das auch für das Aufgabegepäck, und viele ältere Leute tun sich damit schwer.
Mein kleiner Trolley mit Handgepäcksmaßen, den ich mir extra für diese Reise gekauft habe, wurde ebenfalls beanstandet. Offensichtlich haben sich auch die etablierten Airlines seit diesem Sommer die Maße von Ryan Air übernommen…?
Dass ich meinen 40 Liter Rucksack, den ich vor 3 Jahren bei meiner Anreise auf den Jakobsweg problemlos in der Kabine mitführen konnte, nun aufgeben musste, war dieses Mal von vornherein klar.
Und das Essen? Wie die Verpflegung auf diesem ca. 16-stündigen Flug ausfiel, werde ich morgen berichten. Jetzt geht es erstmal nach Paris und ich muss unbedingt den Anschlussflug nach Lima erwischen, denn sonst gibt es gar nichts…