Mit dem Bus nach Paracas

Peru Hop-Bus
Heute Früh ging es schon um 7 Uhr Früh los zur zweiten Station meiner Reise, Paracas. Der Bus war sehr pünktlich beim Hotel, wir sammelten unterwegs noch weitere Reisende auf und waren noch vor dem Einsetzen des Frühverkehrs draußen aus Lima.
Die Sitze im Bus sind recht bequem, außerdem bekommt jeder noch eine Steppdecke zum Zudecken. Der Reiseleiter Renzo spricht perfekt Englisch und natürlich Spanisch, die Reisenden, Frauen und Männer aller Altersstufen, kommen aus den unterschiedlichsten Erdteilen.
Gleich zu Beginn erhalten wir eine Info-Broschüre und müssen zur Registrierung unsere Pässe abgeben.
Frühstückspause im Mirasur Resort
Nach etwa 90 Minuten machen wir den ersten Stopp im Mirasur Resort. Wer möchte, hat hier Gelegenheit zu frühstücken, die Toiletten sind gepflegt und man kann sich im Park die Füße vertreten.
Trinkspiel mit Meerschweinchen
Abschließend veranstaltet eine Reiseleiterin noch ein Trinkspiel. Zu gewinnen gibt es – was sonst! – ein Gläschen Pisco. Aber leider gehöre ich nicht zu den glücklichen Gewinnern, denn die Glücksfee, in diesem Fall ein Meerschweinchen, entscheidet sich nicht für die Box mit meiner Nummer…
Peruanische Meerschweinchen (Cuy)
Meerschweinchen sind übrigens hier in Peru keine Haustiere, sondern werden als günstige Fleischlieferanten gezüchtet und gebraten oder gegrillt verzeht.
Anschließend geht es weiter Richtung Paracas. Die Autobahn verläuft schnurgerade gegen Süden, die Landschaft ist hügelig und sehr karg, draußen herrscht Nebel und es ist ziemlich kalt, im Bus ist aber gut geheizt.
Heute ein Luxushotel: Hacienda San José
Der Bezirk Carmen in der Region Chinche  ist fruchtbarer und die Sonne scheint. Etwa eine Stunde später biegt der Bus ab auf eine Seitenstraße und es ist mit der gemütlichen Fahrt vorbei, denn diese ist kaum befestigt und der Bus quält sich im Schneckentempo über Stock und Stein, von Schlagloch zu Schlagloch bis zur Hacienda San José, wo der 2. Stopp geplant ist.
Kirche in der Hacienda San José
Wir kommen zur Hacienda, die früher mit Hilfe afrikanischer Sklaven bewirtschaftet wurde und heute ein Luxushotel beherbergt. Bei der Führung durch das elegante Gebäude erfahren wir viel über seine Geschichte, und dabei nicht nur Positives – ganz im Gegenteil – und ich befürchte, dass mir der Anschauungsunterricht im Kerker noch schlaflose Nächte beschaffen wird.
Abgang zum Sklavenkeller
Irgendwann begannen sich die Sklaven zu wehren und töteten ihren verhassten Herrn, wodurch sie letztendlich ihre Freiheit erlangten und von der Regierung kleine Parzellen Land zum Bebauen zugewiesen bekamen. 
Ihre Nachfahren leben noch heute mehr schlecht als recht in der Umgebung, das sieht man nicht nur an den kleinen Hütten aus Ziegeln und Wellblech, sie mich irgendwie an Schuhschachteln erinnerten.
Hafen von Paracas
Heute Mittag ist es richtig heiß, doch in Paracas erwartet uns ein Sandsturm, der wie wild um die Häuser heult. Morgen Früh steht eine Bootsfahrt zu den Ballesta-Inseln auf dem Programm und ich bin gespannt, wie es mir damit gehen wird…
Blick von meinem Balkon in Paracas

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