Land und Leute

Ich danke dem Himmel jeden Tag von Neuem, dass ich mich in meinem Alter noch entschlossen habe, Spanisch zu lernen. Das ist mir eine ungemeine Hilfe dabei, abseits der touristischen Highlights mit ganz normalen Menschen ins Gespräch zu kommen und auf diese Art Land und Leute kennen zu lernen.
Mein Spanisch ist noch alles andere als perfekt, aber dank der spanischen Filme und Telenovelas, die ich mir zu Hause immer im Internet anschaue, verstehe ich mittlerweile alles. Das in Peru gesprochene Spanisch ist sehr gut und die Leute freuen sich drüber, in ihrer Sprache angesprochen zu werden und über sich und ihre Heimat erzählen zu können.
Mari aus Cusco arbeitet täglich 4 Stunden hier im Hotel, wo sie für das Frühstück zuständig ist, und gibt abends Kochkurse für Touristen. So kommt sie, wie sie sagt, gut über die Runden, obwohl der durchschnittliche Monarsverdienst hier in Peru nur bei ca. 300 Euro liegt. Die Ausbildung ihrer 3 Kinder war bzw. ist ihr sehr wichtig, die jüngste Tochter hat bereits studiert, ihr Sohn betreibt in Cusco einen Kochsalon.
Enkelkinder hat sie noch keine. Die Jungen ziehen es vor, aufgrund der wirtschaftlich instabilen Lage zuzuwarten.
Auch hier ist die Flüchtlingsthematik (in diesem Fall aus Venezuela) ein Problem, das alle sehr beschäftigt, nicht zuletzt aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit im Land.
Das zweite große Problem sind die Drogen. Der Drogenmarkt ist von einheimischen und ausländischen Kartellen hart umkämpft, die Kriminalitätsrate ist in Peru sehr hoch, Gewalt an der Tagesordnung und viel Geld verschwindet in den Sümpfen der Korruption.
Andererseits ist das arme Land Peru was gesunde Ernährung, Klima- und Umweltschutz betrifft, bereits sehr weit. Doch darüber werde ich ein Andermal berichten…

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