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| Sammeltaxi in Peru |
Mit dem Sammeltaxi (Taxi colectivo) kann man hier um ganz wenig Geld die schönsten Ausflüge machen. Es wird zwar ab und zu recht eng, so wie auf meiner Rückfahrt von Urubamba nach Ollantaytambo, aber die Kleinbusse sind modern und die Fahrer zuverlässig.
Nach dem heutigen Marktbesuch hier in Ollantantambo hatte ich nichts spezielles vor und als mich am Hauptplatz eine Dame fragte, ob ich nach Urubamba mitfahren wolle, überlegte ich nicht lange.
Im Sammeltaxi ist Platz für ca. 20 Personen und ich kam neben einem Coca-Blätter kauenden älteren Herrn mit Inka-Strickhaube und einer großen Einkaufstasche auf dem Schoß zu sitzen.
Wie die meisten Peruaner*innen, die ich bisher kennen gelernt hatte, war auch er sehr freundlich und gesprächig und so hatte ich wieder die Gelegenheit, mein Spanisch anzuwenden
Den Urubamba-Fluss entlang ging es durch das fruchtbare Heilige Tal über Pachar in den Provinzhauptort, wo wir etwa eine halbe Stunde später am Busbahnhof eintrafen.
Auch in Urubamba war Markt, zwar kein so pittoresker Bauernmarkt wie in Ollantaytambo, sondern eine große Markthalle, ähnlich wie der Mercado San Camilo in Arequipa und die Preise waren sehr günstig.
Für ein schönes gewebtes buntes Tuch (peruanische Landfrauen tragen darin ihre Einkäufe oder ihre Babys), wofür auf touristisch angehauchten Kunsthandwerksmärkten andere Händler bis zu 40 Soles wollten, bezahlte ich hier bloß 10.
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| Der wunderschöne Hauptplatz von Urubamba |
Danach ging ich noch eine Weile in der Stadt spazieren. Auch hier gibt es – wie könnte es anders sein – eine“Plaza de Armas“, ein schöner Park mit einem Springbrunnen, schattigen Bäumen und gemütlichen Sitzbänken.
Die Peterskirche, Iglesia de San Pedro Apostol, auf dem Hauptplatz, stammt aus der Zeit Anfang des 18. Jahrhunderts (1716-1730), gilt als eines der schönsten Beispiele kolonialer Architektur und steht daher auf der Liste für Nationales Kulturerbe. Leider war sie jedoch geschlossen.
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| Urubamba, Heiliges Tal |
Ich bedaure es mittlerweile sehr, für diese Reise nur drei Wochen eingeplant zu haben, denn es gibt so viel Interessantes zu entdecken und mir fehlt eindach die Zeit dafür. Morgen Früh geht es mit dem Zug nach Machu Picchu, anschließend noch fünf Tage nach Cusco, danach zurück nach Lima und von dort wieder nach Hause.




