Pisac

 

Bauernmarkt in Písac
Den Abfahrpunkt des Minibus Colectivo nach Pisac zu finden, war kein leichtes Ubterfangen und ich ging grob geschätzt etwa eine Stunde im Kreis bzw wurde von boshaften Männern im Kreis geschickt, möglicherweise weil sie es selbst nicht wussten und als echte Machos vor mir nicht dumm dastehen wollten.
Endlich traf ich auf einen älteren, seriösen Herrn vom Typ Antonio Alcantara aus der Serie „Cuéntame como pasó….“, der mir die richtige Richtung zur Calle Puputi zeigte. Einmal musste ich trotzdem noch nachfragen, aber dann saß ich im Bus.
Über das Schamanendorf Huayllarcocha, vorbei an den Ruinen von Tambomachay und Puka Pukara, und durch das Städtchen C’orao geht es recht zügig nach Písac. Die Fahrt dauert etwa eine Stunde und kostet 4 Soles.
Rio Urubamba in Pisac
Písac liegt am Anfang des Urubamba-Tals, am gleichnamigen Fluss, auf ca. 3000 m Höhe.
Der Fahrer setzt uns auf einem Parkplatz bei der Brücke von Písac ab und nachdem ich diese überquert habe, brauche ich nur den anderen Menschen zu folgen und lande auch schon mitten im Getümmel des Sonntagsmarkts.
Sonntagsmarkt in Písac
Der Kunstgewerbemarkt in Písac ist ziemlich touristisch und die Preise sind höher, als in Cusco oder Lima, aber es gibt viel zu sehen und zudem einen Archäologiepark zu besichtigen, den „Heiligen Bezirk“ der Inkas, ähnlich wie in Ollantaytambo. Die größte Sehenswüdigkeit hier ist der Intihuatana, ein großer Felsen, von dem die Inka glaubten, an ihm wäre die Sonne angebunden.
Blick auf Pisac

Nach einem Rundgang durch den Kunstgewerbemarkt, der sich auch durch die engen Gassen Písacs zieht, landete ich auf dem lokalen Mercado, also der ganz normalen Markthalle, wo die Einwohner ihre täglichen Einkäufe erledigen.
Café tradicional in der Markthalle von Pisac
Hier trank ich erstmal einen guten peruanischen „café tradicional“ (1 Sol) und aß ein Avocado-Brötchen (2,5 Soles). Und hier fand ich auch das, wonach ich schon seit ein paar Tagen gesucht hatte: Eines dieser wunderschönen, großen dicken Baumwolltücher, worin Peruanerinnen ihre Kinder auf dem Rücken tragen und die sie auch als Tragetasche für Lebensmittel, selbstgemachte Handarbeiten oder Kofferersatz verwenden. Fertig gesäumt und aus hervorragender Qualität kam mich ein solches Tuch hier auf 30 Soles, ein Preis, für den man auf den Kunsthandwerksmärkten höchstens ein Tuch aus Synthetikmaterial bekommt.
Iglésia de Písac: Die Sonntagsmesse war auf Quechua
Nun wollte ich aber zum berühmten Intihuatana. Ich ging zurück zum Eingang des Archäologieparks, wofür ich eine Menge Stufen hochsteigen musste, doch kaum dort angekommen, begann es plötzlich zu donnern.
Aufstieg zum Intihuatana
So machte ich nur noch rasch ein paar Fotos und ging dann zurück zum Parkplatz, um nach Cusco zurück zu fahren. Dort schien die Sonne und es stellte sich heraus, dass die Bushaltestelle „Puputi“ eigentlich nur 10 Minuten zu Fuß von der Avenida del Sol entfernt war. 
Haltestelle der Sammeltaxis in Písac

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