Sechs Morde pro Nacht und noch Schlimmeres. Das liest man, wenn man den Namen der Stadt Callao (zugleich eine Provinz) in eine Suchmaschine eingibt. In dieser Hafenstadt am Rande von Lima befindet sich allerdings auch der Flughafen der peruanischen Hauptstadt und so muss jede/r Peru-Reisende wohl oder übel dort durch.
![]() |
| Straßenabsperrungen in Callao |
Ich verbrachte meine letzte Nacht und meinen letzten Tag in einer Pension in Callao, denn ich hatte nach der langen Nachtfahrt von Cusco eine Unterkunft in Flughafennähe gesucht. Am ersten Nachmittag wagte ich mich nur vorsichtig aus dem Haus, um ein paar Getränke und Lebensmittel für das Abendessen zu besorgen. Ich musste zwar eine Weile nach einem offenen Geschäft suchen und die Dame dort war zunächst ziemlich barsch und misstrauisch zu mir, doch alles verlief problemlos und ich kehrte wieder wohlbehalten nach Hause zurück.
Am nächsten Morgen beim Frühstück unterhielt ich mich mit der Besitzerin des B & B und so erfuhr ich, dass es in der Millionenstadt Callao sehr wohl Gegenden gibt, um die auch Einheimische lieber einen Bogen machen (die Zone rund um den Flughafen und das Hafengebiet), dass das Viertel, in der wir uns befanden, aber zum Glück nicht dazu gehörte und dass hier arme, aber fleißige Leute wohnten.
So machte ich am zweiten Tag recht erleichtert einen langen Spaziergang, denn ich hatte ja bis zu meinem Abflug am Abend noch viel Zeit und konnte meine Sachen zur Aufbewahrung im Hotel lassen.
Ich entdeckte einen großen Markt, wo ich noch einige Dinge einkaufte, ging dort auch zum Friseur, besuchte mehrere Shops, eine Kirche und einen Supermarkt, und ein freundlicher Herr zeigte mir, von wo aus der Bus nach Lima ging.
Am Nachmittag brachte mich dann ein Taxi von meiner Pension direkt zum Flughafen (in Peru ist es aus Sicherheitsgründen immer besser, „sichere“ Taxis direkt über die Unterkunft zu buchen, selbst wenn es ein wenig teurer ist).
So weit mein Besuch in der berüchtigten Hafenstadt Callao, die im Grunde gar nicht so übel ist…




