Casa Dos Marias, Vinales

Die Casa Dos Marias am Ortsrand von Viñales war die günstigste Unterkunft auf meiner ganzen Reise, stand den anderen Casas aber kaum in etwas nach.
Eine „Casa“ neben der anderen: C. Salvador Cisneros in Viñales
Ich hatte ein großes Zimmer mit 2 Doppelbetten, Bad mit Dusche und WC, Klimaanlage und Safe.
Das Frühstück bestand – ähnlich wie in Havanna – aus einem Obstteller, Toastbrot mit Butter, Marmelade, Wurst und Käse, einem Spiegeleie, einem Stück Mehlspeise, Kaffee und frischem Fruchtsaft.
Frühstück, Casa Dos Marias, Viñales
Die Inhaber, ein junges Ehepaar mit einem kleinen Kind, sind sehr freundlich und gerade am Renovieren. Das WLAN funktioniert sehr gut, allerdings schalten es die Besitzer zwischendurch immer wieder aus und man muss es ihnen sagen, wenn man ins Internet will. Das Hochfahren dauert dann eine Weile.
Kunsthandwerksmarkt im Zentrum von Viñales
Das Ortszentrum ist zu Fuß in wenigen Minuten erreichbar, ebenso der Kunstgewerbemarkt, die Viazul-Station gegenüber der Kirche, die Verkaufsstelle für Internet-Wertkarten (Etecsa) und die Haltestelle des Hop on, Hop off Busses zu den Sehenswürdigkeiten im Tal.

Casa Yeya, Trinidad

Casa Yeya, Trinidad

Das wunderschöne Haus von Leonor und Liriel in Trinidad liegt sehr zentral, 5 Minuten vom Parque Cespedes, wo sich auch das Rathaus, die Kirche San Francisco de Paula, Hotels, eine Niederlassung von Etecsa, Restaurants, Banken, eine Wechselstube (Cadeca) und diverse Geschäfte befinden. Im Park gibt es wie überall in den Ortszentren WLAN.

Ich hatte ein sehr schönes Dreibettzimmer mit allem Komfort: Kühlschrank/Minibar, Fernseher, Safe, Bad mit Dusche und WC und Klimaanlage.

Der wunderschöne Innenhof der Casa Yeya

Das sehr saubere und moderne Haus wird durchaus auch europäischen Ansprüchen gerecht. Neben der Küche gibt es einen schattigen Innenhof, wo man auch das Frühstück einnehmen kann, und von hier gelangt man über eine Wendeltreppe auf die wunderschöne Dachterrasse mit Liegestühlen und Aussicht über die Dächer der Stadt.

Dachterrasse, Casa Yeya

Das Frühstück zu 5 CUC umfasst einen Obstteller, frische Pfannkuchen, Toast, Eier, Säfte, Kaffee oder Tee, Wurst und Käse. Was man nicht aufessen kann, darf man sich gerne als Proviant mitnehmen.

Highlight beim Frühstück: frische Pfannkuchen

Das WLAN ist stabil, der Router sendet ein starkes Signal und wird nicht – wie ich in anderen Pensionen schon erlebt hatte – zwischendurch ausgeschaltet.

Sprachen: Der Mann war früher in einem der großen Hotels tätig und spricht außer Spanisch noch Italienisch, Englisch und Französisch, die Frau (sie hat Wirtschaft studiert) Englisch.

Die Casa Yeya gehört natürlich nicht zu den allergünstigsten Quartieren, der Komfort ist jedoch seinen Preis wert.

Cienfuegos, die "Perle des Südens"

  

Cienfuegos, in der Bahia de Jagua, war einst Zentrum der Zuckerindustrie und gilt als eine der schönsten Städte Kubas. Das kann ich nur bestätigen. Die Altstadt ist sehr gut erhalten, teilweise ganz neu renoviert, und den Menschen hier geht es sichtbar besser als zum Beispiel in Havanna.
Umso mehr wundere ich mich, dass die Hotels – trotz Hauptsaison in Kuba – praktisch leer stehen und es in jeder zweiten Casa freie Zimmer gibt.
Sonnenuntergang in Cienfuegos
Das Wetter ist herrlich. Es hat um die 30 Grad, aber da die Stadt am Meer liegt, geht immer ein leichter Wind. Die Preise sind ebenfalls recht günstig, vielerorts kann man auch in CUP bezahlen.
In meiner Casa 
Heute bin ich gleich nach dem Frühstück in meiner Casa (Kaffee, frisches Obst und ein Brötchen mit Tomaten, Öl und viel Knoblauch) zu Fuß nach Punta Gorda aufgebrochen, ein sehr schöner Spaziergang am Meer entlang bis zur Spitze der Landzunge, der „Punta“. 
Tiki-Bar, Cienfuegos
Hier kehrte ich in der wunderschönen, weihnachtlich geschmückten Tiki Bar auf ein Getränk ein (auch hier war ich der einzige Gast) und wanderte dann gegen Mittag langsam wieder zurück.
Eissalon Coppelia: Ein „Muss“
Nach einer kurzen Siesta beschloss ich, etwas essen zu gehen. Im Hof eines Gebäudes mit Verkaufsständen von lokalen Kunsthandwerkern hatte ich schon vorher ein nettes Lokal mit Preisen in CUP entdeckt, in dem vor allem Einheimische zu Mittag aßen. 
Mittagessen in Cienfuegos
Der gebratene Reis mit Schinken, Ei, Pilzen und Garnelen war hervorragend und anschließend gönnte ich mir im Eissalon Coppelia noch einen „Arlequin“, ein kleines Eis im Glas.
Casa de Artesania in Cienfuegos: Souvenirs und gutes Essen
Ebenfalls sehr zu empfehlen: Das historische Lokal „El Palatino“ gleich am Hauptplatz, das auch hauptsächlich von Cienfugueros frequentiert wird. Hier trinkt man vor allem Bier, aber auch die Pina Colada ist sehr lecker. Und wenn man Glück hat, spielt gerade eine Band, die von Lokal zu Lokal weiterzieht und kubanische Weisen zum Besten gibt…

Die Rache des … Che (Teil 2)

Wahrscheinlich erwischt es jeden Reisenden irgend einmal und ich bin keine Ausnahme…

Ich hatte zunächst gehofft, den lästigen Reisedurchfall mit Hausmittelchen wie Coca Cola, schwarzem Kaffee oder einem Schluck Rum nach jeder Mahlzeit in den Griff zu bekommen, aber nada und auch mein Omni Biotic, das ich von Anfang an jeden Morgen zu mir nahm, war keine Lösung.
Extreme Hitze in Trinidad und alle Cafés noch geschlossen
So versuchte ich es mit dem Medikament, das mir die Ärztin bei der reisemedizinischen Beratungsstelle in Wien vorsorglich verschrieben hatte. Es half… vorübergehend. Doch als dann in Trinidad die extreme Hitze dazukam und meinen Kreislauf zusätzlich belastete, musste ich passen.
Ich entschied, eine weitere Nacht in Trinidad zu bleiben, Santa Clara auszulassen und am nächsten Tag direkt nach Varadero weiter zu reisen.
Auf der schattigenTerrasse von Nilias Casa
Nur: In der Casa Yeya konnte ich nicht bleiben, denn das Zimmer war bereits für andere Gäste reserviert. Dennoch klappte das anderweitig sehr gerühmte „kubanische Netzwerk“ perfekt: Liniel rief bei seinem Cousin an, der auf der anderen Straßenseite wohnte, sagte seinem Sohn, er solle mir mein Gepäck hinüber tragen und innerhalb von 10 Minuten hatte ich wieder ein schönes, kühles Zimmer bei der freundlichen Nilia und ihrem Mann, beide bereits in Pension und mit erwachsenen Kindern, deren Zimmer sie nun vermieteten.
Trotz allem ein großartiges Erlebnis: Trinidad
Weitere 10 Minuten später hatte ich die Zusage für ein „Taxi collectivo“, das mich am nächsten Morgen zusammen mit drei anderen Reisenden nach Varadero bringen würde und die meines dortigen Hotels, dass mein Zimmer frei wäre und ich gerne einen Tag früher kommen könne.
So weit, so gut. Das Mausoleum des Che hatte ich zwar nicht zu sehen bekommen, aber das hatte er sich auch nicht verdient… Und dass es noch eine weitere Fortsetzung der Geschichte geben würde, konnte ich an jenem Abend in Trinidad auch noch nicht wissen…

Unterwegs in Varadero

Hotelresort Melia Las Americas

Viele denken, wenn von Varadero die Rede ist, an große, abgeschlossene Hotel komplexe, abseits vom realen Leben der Kubaner, in denen man kaum etwas vom wirklichen Kuba mitbekommt.
Touristenmagnet: Das berühmte Lokal „The Beatles“
Das trifft auf den nördlichen Teil der Halbinsel wahrscheinlich sogar zu. Wer im Iberostar, Melia oder Royalton absteigt, kann zu Fuß außerhalb der Hotel Anlage praktisch nichts unternehmen, denn das Leben spielt sich Downtown – also in den Straßen 1 bis 60 – ab.
Zentrum von Varadero
Ich wohnte im Starfish Cuatro Palmas, Primera Avenida/Calle 60, also nicht weit vom Parque Josone mit dem berühmten Lokal „The Beatles“. Gleich gegenüber befinden sich ein kleines Einkaufszentrum, die internationale Klinik und diverse Restaurants.
Parque Josone
Das Leben der hier ansässigen Bevölkerung spielt sich eher in den Avenidas Secunda und Tercera , die parallel zur Autopista Sur verlaufen, sowie deren Seitengassen ab. Hier kann man um wenig Geld ein Zimmer in einer Casa particular mieten und in einem der zahlreichen kubanischen Restaurants sehr günstig essen.
Freizeitanlage für Einheimische: Todo en Uno

Zur Fortbewegung bieten sich Taxis verschiedenster Art, Pferdekutschen, Autobusse und der Varadero Beach Tour-Bus an, mit dem man um 5 CUC pro Tag die Insel erkunden kann.
Marina von Varadero
Der Bus funktioniert nach dem Hop on hop off-Prinzip und mit ihm kommt man zB zum Naturpark Varahicacos, zur Marina sowie zu verschiedensten Einkaufszentren und Kunsthandwerksmärkten.

Plaza Artesanía. Dahinter der große Kunsthandwerksmarkt
Der Bus fährt allerdings ausschließlich die Avenida Primera und die Avenida de las Americas, an denen auch die großen Hotels und Hauptsehenswürdigkeiten liegen, entlang. Das „echte“ Varadero erkundet man am besten zu Fuß.
Touristenspektakel: „Fiesta cubana“ im Hotel

Trinidad – Varadero mit dem "Colectivo"

Kubanisches Bier: Bucanero war mein eindeutiger Favorit
Die Nacht im Haus von Nilia verlief einigermaßen gut, nicht zuletzt, weil ich mir am Abend noch ein starkes Bucanero aus ihrem Kühlschrank holte und nachdem ich es ausgetrunken hatte, sehr gut schlief.
Sonnenaufgang auf Nilias Terrasse in Trinidad
Zum Frühstück bestellte mich mir einen schwarzen Kaffee und ein paar Scheiben getoastetes Weißbrot und dann ging es auch schon los. Der Chauffeur war überpünktlich, wir holten noch die drei anderen Passagiere – zwei junge deutsche Backpackerinnen und einen englisch sprechenden Mann undefinierbarer Herkunft – aus ihren Casas ab und verließen in einem 25 – 30 Jahre alten Peugeot die Stadt Richtung Varadero.
Taxi colectivo
Während des Fahrens telefonieren, SMS schreiben und schnell abzubremsen, um mit vorbeikommenden Leuten irgendwelche Geschäfte abzuschließen, das alles war für den Fahrer, der etwa im Alter seines Taxis war, kein Problem. Rote Ampeln ebenfalls nicht, denn die ließen ihn kalt und auch eine Polizeikontrolle bestand er mit Schmäh und Bravour.
Getankt wurde, nachdem er ganz plötzlich von der Straße auf einen Feldweg abgebogen war, irgendwo in der Wildnis, der Treibstoff mit einem riesigen Trichter direkt aus dem Fass ins Auto angefüllt.
Tankstelle mitten im Dschungel
Dann ging es auch schon weiter und da er nicht genau wusste, wo sich die Casa befand, zu der 2 der Mitfahrerinnen wollten, rief er, natürlich während des Fahrens, den Vermieter, einen gewissen Jesus an und ließ sich den Weg genau erklären.
Für die etwa 300 km von Trinidad bis zum Haus von Jesus kurz vor Varadero benötigten wir etwa 3 Stunden. Jesus stand schon an der vereinbarten Straßenkreuzung, und fast beneidete ich die beiden jungen Deutschen ein bisschen, denn der gute Mann sah aus wie der Star einer lateinamerikanischen Telenovela…
Hotel Starfish Cuatro Palmas
Ein paar Minuten später hielten wir auch schon vor meinem Hotel, dem wunderschönen Starfish Cuatro Palmas. Ich gab dem Fahrer die vereinbarten 30 CUC und dankte insgeheim dem Himmel dafür, dass ich die Fahrt heil überstanden hatte.
Mein heißgeliebter Sonnenhut blieb in der Eile unter dem Sitz im Auto liegen, aber das war wohl der Preis dafür…

Hop on hop off-Tour im Tal von Vinales

Nur durch Zufall entdeckte ich in der Hauptstraße von Viñales ein Schild, auf dem die „Viñales Tour“ angezeigt und auch die Abfahrtszeiten angegeben waren.
Ich fragte die Verkäuferin des daneben stehenden Souvenirladen danach und sie riet mir, gleich den ersten Bus um 09:55 zu nehmen, da wären kaum noch Leute und ich könnte den Tag voll ausnützen.
Gesagt, getan. Der Bus war überpünktlich und das, was hier für 5 CUC geboten wurde, wirklich toll.
Eingang zur Indianerhöhle
Beeindruckend: Im Inneren der Höhle
Als erstes machte ich bei der Cueva del Indio, also der Indianerhöhle einen Stopp. Die Höhle war um 5 CUC (inklusive einer kleinen Bootsfahrt auf dem unterirdischen See) zu besichtigen, auch das war seinen Preis wert (für kubanische Touristen – mit Ausweis – kostet es zwar nur 5 CUP, also etwa ein 25stel des Preises, aber die  Durchschnittslöhne hier liegen ja auch nur bei etwa 30€ im Monat, also ist Neid nicht gerechtfertigt…)

Bis der Bus nach 90 Minuten wieder vorbei kam, war noch Zeit für eine kühle Erfrischung in einem sehr schönen Lokal mitten im Grünen, dann ging es zu einer weiteren Höhle, in der angeblich einst Sklaven Zuflucht gesucht hatten, doch noch eine Höhle musste ich nicht haben und ich wollte auch nicht so lange auf den Bus warten.
Gar nicht alt: „Mural de la Prehistoria“
So blieb ich sitzen und fuhr weiter bis zu einem Hotel mit einem bekannten Aussichtspunkt (mirador). Der Buslenker gab uns 10 Minuten, um Aufnahmen zu machen, was völlig ausreichend war, das Gleiche bei den angeblich prähistorischen, aber eigentlich ziemlich neu aussehenden Wandmalereien. 
Später erfuhr ich, dass das riesige Gemälde tatsächlich erst 1961 von Leovigildo González Morillo, einem mexikanischen Künstler, auf den Kalkfelsen gemalt wurde und da die Farben in der Regenzeit verblassen, regelmäßig aufgefrischt wird.
Ich hatte auch von einem See gehört, der sich in der Nähe der Hotelanlage „Las Ermitas“ befinden sollte und fuhr also eine zweite Runde mit. See sah ich dort keinen, nur einen wunderschönen – und menschenleeren – Pool. Ich fragte den Sicherheitsbeamten am Eingang der Anlage, ob es drinnen eine Bar gäbe. Er bejahte und ließ mich, offensichtlich froh über jeden Gast in dem fast ausgestorbenen Hotel, hinein.
So bestellte ich mir eine Tasse Kaffee und setzte mich damit auf die schöne, schattig begrünte Terrasse. Auch von hier aus hatte ich eine herrliche Aussicht auf das grüne Tal und die es umgebenden Berge.
Blick auf das wunderschöne Vinales-Tal
Nach einiger Zeit wurde mir langweilig und ich entschied mich, von hier aus zu Fuß zurück nach Viñales zu wandern. Es war nicht allzu heiß und der Weg verlief bergab durch eine wunderschöne Landschaft.
Zurück im Ort Viñales bekam ich Hunger und beschloss einen „Arroz a la Cubana“, also Reis auf kubanische Art zu probieren. Die Zutaten stimmten zwar, aber das will nicht viel heißen und einen echten, leckeren Reis mit Spiegelei, Tomatensauce und frittierten Bananenstücken bekam ich dann erst in einem kanadischen Restaurant in Trinidad.

Fidel, Che und José Martí – Die Helden der Revolution

Fidel Castro: Alles verändern, was verändert werden muss …

 

Fidel Castro, José Marti und vor allem Ernesto „Che“ Guevara… sie sind omnipräsent und man sieht sie in Kuba alle paar Meter: Fidel vor allem auf „Murales“, das heißt auf Hauswänden und Feuermauern, die Statue von José Marti auf Plätzen, in Parks und vor jeder Schule und das Abbild des Che auf T-Shirts, Fahnen und Souvenir-Artikeln aller Art.
José Martí-Denkmal auf der „Plaza“ in Havanna
Che – Ritter ohne Furcht und Tadel (Cienfuegos)
Ich kann mir nicht vorstellen, dass er sehr glücklich darüber gewesen wäre, auf diese Art vermarktet zu werden, aber letztendlich lebt die kubanische Tourismusindustrie vor allem von ihrem „Helden ohne Furcht und Tadel“…
„Seien wir realistisch und machen wir das Unmögliche“
P. S. : Ich habe mir am Busbahnhof von Havanna das Tagebuch das der junge Ché während seiner Reise durch Südamerika verfasste gekauft. Da steht auch einiges über die Anden drin, doch das ist wiederum eine andere Geschichte…

"Mi casa es tu casa…" zu Hause bei Simone, dem" echten Italiener"

Blick vom Balkon im Wohnzimmer
In der Casa particular von Simone, mit dem ich schon ab dem Moment der Buchung einen guten Kontakt über WhatsApp gehabt hatte, fühlte ich mich vom ersten Moment an gut aufgehoben. Das Haus befindet sich im „Vedado“, nur ein paar Schritte von der Uferpromenade Malecon, die Zimmer sind groß, sehr sauber und mit einem Doppelbett, einem Kühlschrank und einer Klimaanlage ausgestattet. Das Bett wurde täglich frisch überzogen und die Handtücher gewechselt.
Mein Zimmer bei Simone
Blitzsauber und gepflegt: Das Bad
Auch das Frühstück ist hervorragend und sehr vielfältig: Kaffee (natürlich auf italienische Art mit der „macchinetta“ zubereitet) nach Belieben, Tee, frisch gepresste Fruchtsäfte, Eier, Wurst, Käse, Toastbrot, Kuchen und ein sehr leckerer Obstteller.
Großartig! – Frühstück bei Simone
Simone selbst ist ein Italiener, wie er im Buche steht: Extrem bemüht, gesellig, eine große Klappe und er hat trotz seiner Jugend alle italienischen Schläger der letzten 50 Jahre drauf. Ja, und es dauert auch nicht lange, bis er sie zum Besten gibt…  die Texte nicht immer ganz richtig, aber Hauptsache laut, und die Anwesenden lassen sich auch nicht lange bitten und singen mit… sehr zur Belustigung der schönen Yaima, die für die blitzsauberen Zimmer und das köstliche Frühstück verantwortlich zeichnet. 
Das WLAN im Wohnzimmer funktioniert fast immer, in der auf der anderen Seite des Innenhofs gelegenen Küche eher weniger, aber das tut der Sache keinen Abbruch.
Frühstück in der Casa von Simone
Hinweis: Die Wohnung von Simone befindet sich im obersten Stockwerk des Hauses  Manrique 112 (zwischen Anima und Laguna, das wollen die Taxifahrer wissen) und ist daher für Menschen, die mit dem Stiegen steigen Probleme haben, nicht geeignet.
Resümee: Diese Casa ist wirklich top und wie viele andere, die sich mit Filzstiften an den Wänden von Simones Vorzimmer verewigt haben, gebe ich dieser Casa – und ihrem Gastgeber – 10 Punkte!

Die Rache des … Che ;-)

Man kann gar nicht so gut aufpassen, irgendwann erwischt er einen doch, der lästige Reisedurchfall.
Nicht, als ich mir in Havanna Street food und Obst vom Markt schmecken ließ, auch nicht bei der Senora in Cienfuegos, die mir zum Frühstück Weißbrot mit Tomatenscheiben und Knoblauch servierte und die ihre Fruchtsäfte, wie ein ebenfalls dort abgestiegenes belgisches Ehepaar behauptete, angeblich mit Leitungswasser zubereitete, und auch nicht vom Eis im Salon „Coppelia“, wo ich sogar zwei Mal einkehrte.
Nein, es traf mich nach mehr als 10 Tagen in Trinidad, wo ich immer nur in meiner Pension oder in besseren Restaurants gegessen habe und wie auch schon zuvor immer nur Getränke aus verschlossenen Dosen oder Flaschen und Wasser in der teuren Supermarktkette „Panamericana“ kaufte.
Und vom „Havanna Club“, den ich vorsorglich nach den Mahlzeiten in kleinen Schlucken zu mir nahm, kann es ja wohl auch nicht gewesen sein 😉
Aber halb so schlimm: Das Ganze war zwar etwas unangenehm, hinderte mich jedoch nicht an meinen Unternehmungen und mit den richtigen Medikamenten war der Spuk auch innerhalb von 24 Stunden wider vorbei.
Ich hatte zwar von zu Hause aus Medikamente gegen derartige Beschwerden mitbekommen, diese halfen jedoch nur in beschränktem Ausmaß. Vor Ort in Varadero bekam ich dann von einer sehr netten Ärztin kubanische Pulver, ein Säckchen mit Spurenelementen zum Auflösen in einer großen Flasche Wasser zusammen mit den Empfehlungen, Papaya- und Zitronensaft zu trinken.

Schnelle Hilfe in Varadero

Das Geld für den Arztbesuch (65 USD insgesamt) musste ich zwar auslegen, bekam jedoch über meine Krankenkasse und die VISA-Versicherung den gesamten Betrag zurück.
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