Mit Cruz de Sur nach Cusco – Teil 1

Cruz del Sur-Schalter in Arequipa Terrapuerto

Der Nachtbus von Arequipa nach Cusco geht um 20:00 Uhr und die Betreiber des Hotels in Ollantaytambo haben mir zugesagt, mich von dort abzuholen. Mit 40 USD ist das nicht gerade billig, aber Sicherheit hat für mich Vorrang.
Überhaupt wird der dritte und letzte Teil meiner Reise nach Cusco und ins Heilige Tal auch der teuerste sein. Allein die Fahrt mit PeruRail von Ollantaytambo nach Aguas Calientes (Hinfahrt um 6 Uhr Früh mit dem „Explorer“, das ist die billigste Variante für Backpacker, aber um diese frühe Morgenstunde egal, denn es ist um diese Zeit sowieso noch finster, und Rückfahrt am frühen Nachmittag mit dem „Vista Drome“, auf 122 Dollar kommen). Noch nicht eingerechnet der Shuttlebus zum Machu Picchu und der Eintritt…
Lobby meines Hotels in Arequipa
Mate de Coca

Aber zurück nach Arequipa. In der Lobby meines Hotels, wo ich die Zeit bis 18 Uhr verbringe, ist es angenehm. Ich trinke Matetee, lade mein Handy auf, mache mich frisch und werde pünktlich von meinem Taxi abgeholt, das mich um 9 Soles, also weniger als drei Euro, zu dem ziemlich weit entfernten „Terrapuerto“ bringt.
Busbahnhof Arequipa: „Lächle, du wirst gefilmt …“
Hier muss ich zuerst mein Gepäck wiegen und einchecken lassen und danach bei einem Schalter die Service-Gebühr von 3 Soles bezahlen. Am Busbahnhof ist der Teufel los: Hunderte Menschen fahren ab, kommen an oder warten einfach auf ihren Bus und den vorausgehenden Boarding-Vorgang.
Man wird gescannt, abgeklopft und auch das Handgepäck durchläuft einen ähnlichen Vorgang wie am Flughafen. Getränkeflaschen sind allerdings erlaubt.
Gegenüber der langen Schalterreihe befinden sich Dutzende kleine Shops, Cafés und Informationsbüros. Hier kann man alles kaufen, was das Herz begehrt, trotz Sonntag und Abend, sein Gepäck verpacken und aufbewahren lassen und sogar Ohrlöcher werden einem auf Wunsch gestochen…
Zwischendurch treffen Frauen in traditioneller Tracht, mit langen Zöpfen und riesigen Bündeln aus den Dörfern hier ein. Manche tragen kleine Kinder in ihrem bunten Schultertuch, andere schöne Strickarbeiten, um sie auf den hiesigen Märkten an die Händler auf den Kunsthandwerksmärkten zu verkaufen, welche sie dann mit einem ordentlichen Zuschlag an Touristen weiter verkaufen…
Der Wartesaal von Cruz del Sur ist richtiggehend luxuriös. Cruz del Sur ist die teuerste und angeblich beste und sicherste Buslinie, das haben mir auch Einheimische bestätigt. Ich nehme eine Kapsel Activital gegen ein Auftreten von möglichen Symptomen von Höhenkrankheit zu mir. Außerdem habe ich noch Coca-Blätter und -bonbons im Rucksack. Die Reisenden tragen dicke Daunenjacken und Strickpullover, denn draußen ist es recht kalt und es geht schließlich ins Gebirge.
Das Ticket (vergleichbar mit der Business Class im Flieger, die ich mir aber noch nie leisten konnte) hat mich ca. 60 USD gekostet. Aber was für ein Komfort! Der Sitz ist schön breit und gut gepolstert, ich kann meine Füße komplett ausstrecken  und die Lehne um 160 Grad zurückstellen.
Vor der Abfahrt werden alle Passagiere noch fotografiert. Aus Sicherheitsgründen, sagt der Beamte. Was damit genau gemeint ist, mag ich mir lieber nicht ausmalen…
Ankunft in Cusco

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