Mit Cruz de Sur nach Cusco – Teil 2

Der Bus ist praktisch noch kaum abgefahren, als ich einen strengen Geruch wahrnehme. Ich drehe mich kurz nach links und sehr, dass der ältere Amerikaner schräg hinter mir, bereits seine Schuhe ausgezogen, den Sitz zurückgestellt und die Augen geschlossrn hat. Der tödliche Blick, den ich ihm zuwerfe hilft also nichts, denn er scheint bereits eingeschlafen zu sein. Bei seiner Frau hingegen habe ich mehr Erfolg: Sie versteht mich ohne Worte und legt einen Pullover über die Füße ihres Ehegemahls.
Das im Preis inkludierte „Abendessen“ erinnert mich an meine Zeit als Komparsin bei diversen Filmproduktionen: Es besteht aus einem Milchbrötchen mit einer Scheibe Extrawurst und einem kleinen Stück Schokoladenkuchen. Zu trinken gibt es entweder Kaffee oder Tee. Alkohol ist während der gesamten Fahrt im Bus verboten.
Sehr bequem: Liegesitze im Nachtbus von Cruz del Sur
Da mein Magen seit gestern ein wenig beleidigt ist, macht mir das alles aber nichts aus. Danach stelle auch ich meine Lehne zurück, decke mich zu und versuche zu schlafen, was mir aber erst kurz vor Mitternacht – und das nur etappenweise gelingt. Die kurvenreiche Straße ist sehr holprig und stellenweise quält sich der Bus die hohen Berge hinauf.
Im Gebirge ist die Fahrbahn teilweise verschneit, und durch das Fenster sehe ich, dass es auch einige Unfälle gegeben hat. Ein Plus für die Straßenbauer ist die durchgehend gute Beleuchtung, selbst nachts. Nur schließen die Vorhänge im Bus leider nicht allzu gut… 
Trotzdem verläuft die 10-stündige Fahrt mit zwei Lenkern, die sich alle paar Stunden am Steuer ablösen, problemlos und keiner wird krank…
Mit einer halben Stunde Verspätung, was wegen der Schneefahrbahn, wo der Bus zeitweilig nur im Schritttempo vorwärts kam, aber abzusehen war, treffen wir am Busbahnhof in Cusco ein.
Durchs Hochgebirge nach Cusco
Die Inka-Stadt liegt auf 3500 – 4000 Metern Höhe und erstreckt sich über mehrere Berge. In vier Tagen werde ich hierher zurückkehren und die letzten Tage meiner Peru-Reise hier verbringen.
Vorerst erwartet mich jedoch Kevin am Busbahnhof, und während der zweistündigen Autofahrt ins Heilige Tal erfahre ich wieder sehr viel Interessantes über Peru im allgemeinen und das Leben in der Region von Cusco im Speziellen…

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